{"id":21626,"date":"2023-10-27T21:05:17","date_gmt":"2023-10-27T21:05:17","guid":{"rendered":"https:\/\/fotokreis-siegen.de\/?p=21626"},"modified":"2023-10-27T21:05:19","modified_gmt":"2023-10-27T21:05:19","slug":"online-newsletter-10-23","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fotokreis-siegen.de\/?p=21626","title":{"rendered":"online.newsletter 10\/23"},"content":{"rendered":"\n<p>Siegen, 23. Oktober 2023<\/p>\n\n\n\n<p>Liebe Fotofreundinnen, liebe Fotofreunde,<br>Hans-Georg Walbergs, der uns am letzten Freitag bei unserem BDM ,Color\u2018 in unserem Clubraum besucht hat, versprach mit Informationen zum Thema ,Hutewald Halloh\u2018 und ,Warum ist der Himmel t\u00fcrkis?\u2018 zuzusenden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Infos zum Hutewald Halloh<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Anfahrt: Die bekannte Strecke (Bad Laasphe, Biedenkopf, Sackpfeife, Frankenberg) Richtung Bad Wildungen, hinter Geismar links ab Richtung Frankenau, in Frankenau rechts Richtung Frebershausen abbiegen, dann Richtung Albertshausen, eine Querstra\u00dfe passieren, am Ortseingang Albertshausen sofort spitz rechts ab (m\u00f6glicherweise kleines Holzschild \u201eHalloh\u201c), den asphaltierten Wirtschaftsweg am Wald (liegt rechter Hand) vorbei, hinter dem Wald nach rechts, dort ist ein kleiner Parkplatz. Leider betr\u00e4gt die Anfahrt von Siegen ca. 100 km; aufgrund der starken Verkehrsbelastung der Strecke muss man mit ca. 2 Stunden Fahrzeit rechnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber \u2026 es lohnt sich!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"765\" data-id=\"21628\" src=\"http:\/\/fotokreis-siegen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/on1_10-23-1024x765.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-21628\" srcset=\"https:\/\/fotokreis-siegen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/on1_10-23-1024x765.jpg 1024w, https:\/\/fotokreis-siegen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/on1_10-23-300x224.jpg 300w, https:\/\/fotokreis-siegen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/on1_10-23-768x574.jpg 768w, https:\/\/fotokreis-siegen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/on1_10-23-830x620.jpg 830w, https:\/\/fotokreis-siegen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/on1_10-23-230x172.jpg 230w, https:\/\/fotokreis-siegen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/on1_10-23-350x262.jpg 350w, https:\/\/fotokreis-siegen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/on1_10-23-480x359.jpg 480w, https:\/\/fotokreis-siegen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/on1_10-23.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Verwachsene und knorrige Buchen im Alter zwischen 200 und 300 Jahren machen diesen Hutewald zu einem einzigartigen Kultur- und Naturdenkmal.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Wald z\u00e4hlt mit seinen rund 190 Buchen auf 3,4 ha Fl\u00e4che zu den bedeutendsten Hutewaldbest\u00e4nden (ist seit 1985 unter Naturdenkmalschutz gestellt). Auch ein Wald f\u00fcr den \u201enicht ganz so lauffreudigen\u201c Fotografen; alles liegt sehr nah beieinander. Hutew\u00e4lder nennt man eine Form der Vieh- und Weidewirtschaft aus der Vergangenheit, in der die Tiere zur Bucheckern- oder Eichelmast in den Wald getrieben wurden. Durch Verbiss und das Abfressen junger Triebe sind urig verwachsene, teilweise bizarre B\u00e4ume entstanden.<\/p>\n\n\n\n<p>Sehenswert ist das \u201eHalloh\u201c vor allem wegen seiner einzigartigen Baumgestalten in verschiedenen Verfallsstufen. (Am Rande: Die Kliniken in Reinhardshausen nutzen die besondere Kraft und Energie dieses Waldes zu therapeutischen Zwecken; der niederl\u00e4ndische Landschaftsfotograf Daniel Laan<\/p>\n\n\n\n<p>\u2013 (s. https:\/\/www.laanscapes.com\/the-dark-forest) bietet in diesem Wald 3-t\u00e4gige Workshops an. Eine gute fotografische \u00dcbersicht gibt \u201ehttps:\/\/tilo-kurzka.de\/hutewald-halloh\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>In Albertshausen gibt es ein Cafe. Gut w\u00e4re ein Termin an einem Werktag, an den Wochenenden ist etwas mehr Betrieb dort.<\/p>\n\n\n\n<p>Sehenswerte B\u00e4ume gibt\u2019s noch am Knorreichensteig am Edersee, den Weg von der Halbinsel Scheid aus in Richtung \u201eKahle Haardt\u201c gehen. Oder von Basdorf (Parkplatz am Fu\u00dfballplatz) aus. Bei Basdorf befindet sich auch ein Hutewald, der allerdings nicht so gro\u00df ist und nicht so zahlreiche markante B\u00e4ume bietet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Warum ist der Himmel t\u00fcrkis?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auf Fotos, die bei strahlend blauem Himmel aufgenommen wurden, erscheint das Himmelblau nicht selten gr\u00fcnlich verf\u00e4rbt. Die Ursache dieses Ph\u00e4nomens ist nicht etwa ein fehlerhafter Wei\u00dfabgleich, sondern die \u00dcberbelichtung eines einzelnen Farbkanals, in diesem Fall des Blaukanals. Wenn man sich ein Bild im Wiedergabemodus anschaut, erkennt man eine generelle \u00dcberbelichtung auf Anhieb: Das Bild wirkt zu hell und im Bereich der Lichter fehlt die Zeichnung. Falls die Kamera die Tonwertverteilung als Histogramm anzeigen kann, f\u00e4llt die Ballung der Tonwerte am rechten Rand auf. Digitalbilder bestehen aber aus drei Farbkan\u00e4len, und wenn nur ein einzelner Kanal \u00fcberbelichtet ist, bleibt dies oft unbemerkt. Die Bilder wirken weder unnat\u00fcrlich hell, noch zeigt sich der f\u00fcr \u00dcberbelichtung typische Verlust an Zeichnung; der einzige Effekt ist eine Farbverschiebung, beispielsweise von Blau zu T\u00fcrkis oder von Rot zu Orange.<\/p>\n\n\n\n<p>Partielle \u00dcberbelichtung &#8230;<br>Wie dieser Effekt entsteht, kann man anhand von Aufnahmen des blauen Himmels erkl\u00e4ren:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"750\" src=\"http:\/\/fotokreis-siegen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/on2_10-23-1024x750.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-21629\" srcset=\"https:\/\/fotokreis-siegen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/on2_10-23-1024x750.jpg 1024w, https:\/\/fotokreis-siegen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/on2_10-23-300x220.jpg 300w, https:\/\/fotokreis-siegen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/on2_10-23-768x563.jpg 768w, https:\/\/fotokreis-siegen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/on2_10-23-830x608.jpg 830w, https:\/\/fotokreis-siegen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/on2_10-23-230x168.jpg 230w, https:\/\/fotokreis-siegen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/on2_10-23-350x256.jpg 350w, https:\/\/fotokreis-siegen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/on2_10-23-480x352.jpg 480w, https:\/\/fotokreis-siegen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/on2_10-23.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Im Bild zeigt der Himmel ein typisches Himmelblau, das sich in diesem Fall aus 37 Prozent Rot, 56 Prozent Gr\u00fcn und 81 Prozent Blau zusammensetzt&nbsp;\u2013&nbsp;kein reines Blau also, aber eine Farbe, in der Blau klar dominiert. Dass die Belichtung optimal ist, kann man am RGB-Histogramm ablesen: In allen drei Farbkan\u00e4len bleiben die Tonwerte innerhalb des verf\u00fcgbaren Bereichs. Schon eine um eine Blendenstufe reichlichere Belichtung f\u00fchrt zu einer \u00dcberbelichtung des Blaukanals, dessen Tonwerte an den rechten Rand r\u00fccken. Die blauempfindlichen Elemente des Bildwandlers sind bereits \u00fcbersteuert; noch hellere Tonwerte k\u00f6nnen nicht mehr unterschieden werden. Der blaue Anteil der Himmelsfarbe erreicht die maximalen 100 Prozent; Gr\u00fcn w\u00e4chst auf 77 Prozent und Rot auf 57 Prozent an, womit sich das Verh\u00e4ltnis zwischen Blau und Gr\u00fcn leicht zu Gr\u00fcn verschiebt. Dies wird noch deutlicher, wenn man ein um zwei Blendenstufen \u00fcberbelichtetes Bild betrachtet. Der Gr\u00fcnanteil erreicht 98 Prozent, was zusammen mit den nicht mehr steigerungsf\u00e4higen 100 Prozent Blau ein helles T\u00fcrkis ergibt; der ebenfalls angewachsene Wert im Rot-Kanal hat keinen Einfluss auf den Farbton, sondern erh\u00f6ht nur die Helligkeit und verringert die S\u00e4ttigung. Erst eine noch st\u00e4rkere \u00dcberbelichtung w\u00fcrde auch den Rotanteil nahe 100 Prozent bringen; der Himmel erschiene dann wei\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gefahr einer solchen Farbverschiebung besteht immer dann, wenn die Farbe eines Motivs eine relativ stark ges\u00e4ttigte Grundfarbe, also Rot, Gr\u00fcn oder Blau ist. Eine leichte \u00dcberbelichtung kann dann schon zur \u00dcbersteuerung in diesem Farbkanal f\u00fchren, sodass dessen Anteil sein Maximum erreicht und nicht mehr weiter steigen kann; jede weitere \u00dcberbelichtung verschiebt dann den Farbton zu jener Grundfarbe hin, deren Anteil an zweiter Stelle liegt. Wenn man beispielsweise eine rote Rose fotografiert, f\u00fchrt eine \u00dcberbelichtung zu einer Verschiebung der Bl\u00fctenfarbe zu Orange oder Violett, je nachdem, ob der Gr\u00fcn- oder der Blau-Anteil neben dem dominierenden Rot an zweiter Stelle liegt. Rote Motive sind \u00e4hnlich dem Himmelblau besonders anf\u00e4llig f\u00fcr Farbverschiebungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dagegen sind die Mischfarben Gelb, Blaugr\u00fcn und Violett unproblematisch. Zum einen sorgt die Mischung aus zwei Grundfarben f\u00fcr ein vergr\u00f6\u00dfertes Tonwertspektrum; das hellste Gelb entsteht beispielsweise aus je 100 Prozent Rot und Gr\u00fcn und ist daher doppelt so hell wie das hellste Rot oder Gr\u00fcn allein. Zum anderen w\u00fcrde eine \u00dcberbelichtung beide dominierenden Farbkan\u00e4le \u00fcbersteuern lassen; nur der Anteil des dritten Kanals stiege dann weiter und das Ergebnis w\u00e4re eine Verringerung der S\u00e4ttigung und eine Vergr\u00f6\u00dferung der Helligkeit, aber keine \u00c4nderung des Farbtons.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8230;&nbsp;und wie man sie vermeidet<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00fcrde man allein das kritische Motiv, also beispielsweise den blauen Himmel oder eine Rosenbl\u00fcte fotografieren, so h\u00e4tte die Belichtungsautomatik keine Schwierigkeiten, diese richtig zu belichten. Die Landschaft unter dem blauen Himmel oder die Bl\u00e4tter der Rose werden aber oft sehr viel dunkler sein, und wenn die Kamera dann versucht, durch eine reichlichere Belichtung auch in diesen Bildbereichen noch f\u00fcr eine hinreichende Differenzierung der Tonwerte zu sorgen, f\u00fchrt dies zu einer \u00dcberbelichtung im Blau- beziehungsweise Rot-Kanal. Sofern das Histogramm-Display der Kamera die Tonwertverteilung in allen drei Farbkan\u00e4len statt nur \u00fcber alle Kan\u00e4le gemittelt anzeigt, kann man solche Situationen leicht erkennen und die Belichtung korrigieren; andernfalls muss man auf problematische Motive achten und deren Farbwiedergabe nach der Aufnahme kontrollieren, soweit das anhand des Displaybildes m\u00f6glich ist. Die n\u00f6tige Belichtungskorrektur wird manchmal eine Nachbearbeitung erfordern, die die Tonwertkurve im unteren Bereich anhebt und die Wirkung der knapperen Belichtung ausgleicht. Die beste Ausgangsbasis dazu bietet, sofern verf\u00fcgbar, das Raw-Format, das gegen\u00fcber JPEG ein gr\u00f6\u00dferes und feiner aufgel\u00f6stes Tonwertspektrum bewahrt und Qualit\u00e4tsverluste bei der Nachbearbeitung minimiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Siegen, 23. 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